BlogGeneralisierte Angststörung
05.06.2026
Wenn Sorgen nicht mehr zur Ruhe kommen
Sich Sorgen zu machen, ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Jeder Mensch kennt Phasen, in denen Gedanken um die Familie, die Gesundheit, den Beruf oder die Zukunft kreisen. Bei einer Generalisierten Angststörung bleibt es jedoch nicht bei gelegentlichem Grübeln. Die Sorgen werden zu einem ständigen inneren Begleiter und lassen sich oft nur schwer stoppen.
Vielleicht merken Sie, dass Ihr Kopf immer wieder mögliche Probleme durchspielt. Was, wenn jemand krank wird? Was, wenn ich etwas falsch entscheide? Was, wenn ich etwas Wichtiges übersehe? Selbst wenn es gerade keinen konkreten Anlass gibt, fühlt es sich innerlich oft unruhig und angespannt an.
Für Betroffene ist das sehr belastend. Nach außen halten viele ihren Alltag noch lange aufrecht. Innerlich kostet es jedoch viel Kraft, ständig wachsam zu bleiben und alles abzusichern. Auch die gedankliche Vorbereitung auf mögliche Schwierigkeiten kann sehr erschöpfend sein.
In diesem Beitrag erfahren Sie, woran sich eine Generalisierte Angststörung zeigen kann und welche körperlichen sowie seelischen Belastungen damit verbunden sein können. Außerdem geht es darum, warum es hilfreich sein kann, den eigenen Umgang mit Sorgen genauer anzuschauen..
Was ist eine Generalisierte Angststörung?
Bei einer Generalisierten Angststörung stehen anhaltende Sorgen und Befürchtungen im Vordergrund. Die Angst richtet sich nicht nur auf eine einzelne Situation, wie es zum Beispiel bei einer Phobie der Fall sein kann. Meist wechseln die Themen. Heute geht es um die Gesundheit, morgen um die Arbeit, dann um die Familie, finanzielle Fragen oder die Sorge, dass etwas Unerwartetes passieren könnte.
Viele Betroffene beschreiben, dass sie kaum abschalten können. Wenn ein Thema gedanklich etwas ruhiger wird, taucht oft schon das nächste auf. Das Grübeln fühlt sich dann nicht mehr wie hilfreiches Nachdenken an. Es wird eher zu einem Kreislauf, aus dem man nur schwer herausfindet.
Häufig kommt der Wunsch hinzu, möglichst viel zu kontrollieren. Termine werden mehrfach überprüft, Informationen gesammelt, Entscheidungen immer wieder hinterfragt oder nahestehende Menschen um Rückversicherung gebeten. Das kann kurzfristig beruhigen. Auf Dauer bleibt die innere Unsicherheit aber oft bestehen.
Eine Generalisierte Angststörung entwickelt sich häufig schleichend. Manche Menschen kennen dieses ständige Sorgen schon seit vielen Jahren und halten es für einen Teil ihrer Persönlichkeit. Andere bemerken erst nach einer längeren Belastungsphase, dass sie kaum noch innerlich zur Ruhe kommen.
Wenn der Körper nicht abschaltet
Andauernde Sorgen zeigen sich nicht nur im Denken. Auch der Körper kann in einem Zustand erhöhter Anspannung bleiben. Typisch sind zum Beispiel innere Unruhe, Muskelverspannungen, Herzklopfen, Druckgefühl, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel, Zittern oder eine schnelle Erschöpfbarkeit.
Viele Betroffene schlafen unruhig. Manche liegen abends lange wach, andere wachen nachts auf und sind sofort wieder im Grübeln. Auch tagsüber kann die Konzentration leiden, weil ein Teil der Aufmerksamkeit ständig mit möglichen Problemen beschäftigt ist.
Das alles geschieht nicht aus freiem Willen. Der Körper versucht, Sicherheit herzustellen und auf mögliche Gefahren vorbereitet zu sein. Wenn dieser Zustand jedoch über Wochen oder Monate anhält, wird er zur Belastung.
Wenn Sorgen den Alltag belasten
Eine Generalisierte Angststörung betrifft oft viele Lebensbereiche. Entscheidungen fallen schwerer, weil immer neue Zweifel auftauchen. Entspannung gelingt schlechter, weil im Hintergrund noch etwas „offen“ wirkt. Auch schöne Momente können überschattet werden, wenn der Kopf bereits beim nächsten möglichen Problem ist.
Manche Betroffene vermeiden bestimmte Situationen, weil sie befürchten, überfordert zu sein oder nicht richtig zu reagieren. Andere wirken nach außen besonders zuverlässig, organisiert und kontrolliert, zahlen dafür aber innerlich einen hohen Preis.
Auch Beziehungen können belastet werden. Wer viel Rückversicherung braucht, fragt vielleicht häufiger nach, sucht Bestätigung oder spricht immer wieder über dieselben Sorgen. Das ist meist kein Zeichen von Misstrauen, sondern Ausdruck innerer Anspannung. Trotzdem kann es für beide Seiten anstrengend werden.
Viele Betroffene schämen sich dafür. Sie denken, sie müssten sich einfach zusammenreißen oder vernünftiger sein. Das muss nicht sein. Bei einer Angststörung genügt es oft nicht, sich die Situation rational zu erklären. Hilfreicher ist es, die dahinterliegenden Muster zu verstehen und neue Erfahrungen im Umgang mit Unsicherheit zu machen.
Begleitung bei Grübeln und innerer Anspannung
Sorgen entstehen oft aus dem Wunsch heraus, sich selbst oder nahestehende Menschen zu schützen. Problematisch wird es dann, wenn diese innere Wachsamkeit kaum noch Pause macht und das Leben zunehmend anstrengend wird.
In der therapeutischen Arbeit kann es darum gehen, den Kreislauf aus Sorgen, Anspannung, Kontrolle und Erschöpfung besser zu verstehen. Schritt für Schritt können Sie lernen, belastende Gedanken anders einzuordnen, Unsicherheit besser auszuhalten und wieder mehr innere Ruhe zu entwickeln.
In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Kaufering finden Sie einen geschützten Rahmen, um Ihre Ängste und Sorgen in Ruhe anzuschauen und einen für Sie passenden Umgang damit zu finden.
Ich bin Gabriela Kramer, Heilpraktikerin für Psychotherapie in Kaufering. In meiner Privatpraxis begleite ich Menschen, die unter anhaltenden Sorgen, innerer Anspannung und belastendem Grübeln leiden. Gemeinsam können wir betrachten, welche Themen Sie immer wieder beschäftigen und wie sich Ihre Sorgen im Alltag zeigen. Dabei entwickeln wir passende Schritte, die sich an Ihrer persönlichen Situation orientieren.
Viele meiner Klienten kommen aus Landsberg am Lech, Buchloe, Schwabmünchen, der Ammersee Region, Augsburg sowie den umliegenden Orten.
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